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Würdigung |
Die katholische Kirche (Bistum Fulda, 2004) |
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"Das Wirken des Winfrid Bonifatius umfaßt Mission, Organisation und Reform der Kirche als Bischof und päpstlicher Legat. Sein missionarisches und kirchenpolitisches Werk, das eine gewaltige Wirkung entfaltete, fand seine Vollendung im Blutzeugnis für Christus. Seine Person und sein Wirken sind immer wieder mit wichtigen Neuorientierungen in der Kirche in Verbindung gebracht worden.
Nach der Säkularisation erlebte die Verehrung des heiligen Bonifatius als "Apostel der Deutschen" im 19. Jahrhundert eine Wiedergeburt. In den kritischen Jahren des Kulturkampfes erinnerte man sich gern des heiligen Bonifatius, der das feste Band mit Rom geknüpft hatte.
Die deutschen Bischöfe entschlossen sich 1867, ihre Versammlungen am Grab des Heiligen zu Fulda abzuhalten; die Bemühungen um die Seelsorge und den Ausbau der Kirche in der Diaspora erhielten in Bonifatius ihren Patron.
Unsere Gegenwart, die von einem Zusammenwachsen der europäischen Staaten geprägt ist, betont das Einigungswerk des Bonifatius und stellt seine Bedeutung als einen Wegbereiter des christlichen Abendlandes heraus."
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die evangelische Kirche (Hessen-Nassau 2004) |
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"Bonifatius hat das christliche Abendland vorweggedacht: er vereinheitlichte die verschiedenen Strömungen des Christentums in Germanien unter der Führung der römischen Päpste und stiftete ein Zweckbündnis zwischen der Kirche und dem Frankenreich. Aus den Wirren der Völkerwanderung entstand so der Kulturkreis, aus dem das europäische Abendland entstand.
Bonifatius hat aber auch den Streit der Kirche mit dem Staat ausgelöst, der die Geschichte des gesamten Mittelalters prägte. Darüber hat die mittelalterliche Kirchenführung zunehmend ihre geistlichen Grundlagen aus den Augen verloren und schließlich die Reformation notwendig gemacht. Bonifatius hat auch viele Strömungen des alten Christentums ausgegrenzt. Damit hat Europa auch die Vielfalt seines Glaubens verloren.
Bonifatius hat erkannt, wie tief Religiosität in der Persönlichkeit des Einzelnen verwurzelt ist. Er wollte durch die Predigt Menschen vom Christentum überzeugen. Zwangstaufen gab es bei ihm nicht. Gleichzeitig wußte Bonifatius, wie wichtig theologische Fundierung und angemessene Struktur der Kirche sind. Er fand unklare Kirchenstrukturen und inkompetente Kirchenführer vor, die oftmals nur geringe theologische Kenntnisse hatten und starke politische Interessen verfolgten. Dies hat Bonifatius kritisiert und durch seine klare Kirchenorganisation bekämpft".
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Märtyrer
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Vergleich mit Luther
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